Neue Auf­ga­ben unter altem Motto

>

Aus­gangs­si­tua­tion
Seit Dezem­ber 2014 beher­bergt das Zoll­haus Meet and seep, ein Hos­tel mit 110 Bet­ten und 50 Zim­mern, bis zu 30 min­der­jäh­rige, unbe­glei­tete Flücht­linge. Die über­wie­gend männ­li­chen Gäs­ten wer­den von der Aka­de­mie Kan­nen­berg, einem Trä­ger für Jugend­ar­beit, betreut. Nach über einem hal­ben Jahr des Zusam­men­le­bens haben meine Mit­ar­bei­ter und ich fest­stel­len kön­nen, dass die Reso­nanz durch­weg posi­tiv ist, und unsere Arbeit durch die unter­schied­li­chen Bege­ben­hei­ten und Kon­takte immens berei­chert wurde. Die Jugend­li­chen geben dem Haus das zurück, was sie sich von ihm wün­schen: Gebor­gen­heit.

Jetzt
Schon kurz nach Ankunft der Flücht­linge kön­nen wir fest­stel­len, dass viele Flücht­linge anfan­gen, sich zu lang­wei­len. Genau da wol­len wir schnell, unkom­pli­ziert und unbü­ro­kra­tisch tätig wer­den.

Neue Ziele
Aus die­sen Erfah­run­gen haben wir als Team in Koope­ra­tion mit der Aka­de­mie Kan­nen­berg und nach Abspra­che mit der Sozi­al­be­hörde ent­schie­den, ab Okto­ber 2015 aus­schließ­lich min­der­jäh­rige, unbe­glei­tete Flücht­linge auf­zu­neh­men und sie in ihrem Inte­gra­ti­ons­pro­zess zu begleiten.

Meet and sleep in Bremen

>

Das Zoll­haus soll für unmit­tel­bare Inte­gra­tion ste­hen, d.h. dass die Jugend­li­chen an sämt­li­chen Arbeits­pro­zes­sen des All­tags, wie Tische abwi­schen, staub­sau­gen, Müll ent­sor­gen und ähnli­chem betei­ligt wer­den. Trotz­dem ver­bleibt die Auf­gabe der Instand­hal­tung, Rei­ni­gung und der Bettwäsche- und Hand­tuch­ser­vice wie zuvor bei den Mit­ar­bei­tern des Zoll­haus. Wir sehen die­ses als einen wich­ti­gen Teil unse­rer Will­kom­mens­kul­tur und Ein­hal­tung unse­rer Standards.

Extra ein­ge­rich­tete Mul­ti­funk­ti­ons­räume ste­hen für Deutsch­un­ter­richt und andere Ange­bote zur Ver­fü­gung. Ein Medi­ta­ti­ons­raum wird bereit­ge­stellt. Die grosse Lobby bleibt in der Ursprungs­form beste­hen. Sie dient allen Jugend­li­chen und unse­ren sons­ti­gen Gäs­ten zur Begeg­nung und zum gemein­sa­men Essen. Dar­über hin­aus ist das Bis­tro für externe Gäste wei­ter­hin geöff­net. Wir wür­den uns freuen, wenn hier­durch auch wei­ter­füh­rende Kon­takte zu den Jugend­li­chen ent­ste­hen. Die Küche wurde als Voll­kü­che aus­ge­stat­tet, so dass gemein­sa­mes Kochen in klei­nen Grup­pen möglich ist.

„nice to meet you“

>

Die Mit­ar­bei­ter des Zoll­haus wer­den neben ihrer Tages­ar­beit Frei­räume schaf­fen, um ver­schie­dene Pro­jekte zu orga­ni­sie­ren und durch­zu­füh­ren. Fol­gende Pro­jekte und Koope­ra­tio­nen sind geplant:

Inte­gra­tion durch Kunst – Thea­ter 11
(www.theater11.de
)
Die­ses junge, inte­gra­tive Thea­ter unter der Lei­tung von Kira Petrov und Arwid Knip­pen­berg bie­tet Kurse und Pro­jekte für die Flücht­linge an. Auch eine Teil­nahme an den beste­hen­den Thea­ter­pro­jek­ten ist geplant.

Kunst­pro­jekte
Zwei Mitarbeiter/Innen des Zoll­haus sind frei-schaffende Künst­ler. Je nach Nei­gung wer­den Kurse für Graf­fiti, freie Male­rei oder andere Kunst­rich­tun­gen ange­bo­ten.

Sport
In Pla­nung steht eine eigene Fuß­ball­mann­schaft. Wei­tere Ideen sind unter­schied­li­che Einzel-Events, wie SUP-Yoga, Kayak­tour oder eine Zollhaus-Mannschaft für diverse Lauf-Wettkämpfe. Für Tanz­in­ter­es­sierte wäre eine Teil­nahme an den Tanz­pro­jek­ten von Chris­tine Witte denk­bar.

Wirt­schaft
Erste Kon­takte zu Unter­neh­men in Bre­men sind geschlos­sen (Arcelor Mit­tal, Vilsa-Brunnen). Die Koope­ra­tion geht von der Betriebs­be­sich­ti­gung, über Prak­ti­kums­an­ge­bote bis hin zum Aus­bil­dungs­platz.

Eigene Akti­vi­tä­ten
Schon heute kön­nen wir auf kleine gemein­same Akti­vi­tä­ten und Feste wie den Besuch der „Pas­sion“ ( Extrem-Sport-Messe), den Besuch der Oster­wiese, den Besuch des Thea­ter 11, das Grill-Fest zum Fas­ten­bre­chen wäh­rend des Rama­dan ua. zurück­bli­cken. Wäh­rend der Som­mer­fe­rien hat die Aka­de­mie Kan­nen­berg einen 2-wöchigen Urlaub in ein Zelt­la­ger mit einem gro­ßen Sport­an­ge­bot auf die Beine gestellt.

Künf­ti­ger fes­ter Bestand­teil des Kon­zep­tes ist das gemein­same Kochen in klei­nen Grup­pen und auf jeden Fall das gemein­same Fei­ern von Weih­nach­ten.

Ein gro­ßer „Traum“ wäre ein Kul­tur­fest unter Ein­be­zie­hung der vie­len Natio­na­li­tä­ten unse­res Hau­ses direkt vor dem Zoll­haus im Hilde-Adolf-Park.

Was wir brau­chen
Für alle Pro­jekte brau­chen wir finan­zi­elle Unter­stüt­zung. So benö­ti­gen das Thea­ter 11, der Künst­ler genauso wie der Koch und die ande­ren Akti­vis­ten das Grund­ma­te­rial, um das Pro­jekt über­haupt zu star­ten. Auch man­power ist nur begrenzt ehren­amt­lich zu gewin­nen.

Ide­en­schmiede
Inzwi­schen wach­sen die Ideen rund um unser Pro­jekt. Wir sind offen und gespannt auf einen beweg­ten Pro­zess und viele begeis­terte Unter­stüt­zer.

Schon heute sind wir dank­bar für die jun­gen Flücht­linge, die unsere Her­zen berührt haben. Wir wür­den uns freuen, wenn wir Sie ebenso für die Idee und für ein Enga­ge­ment begeis­tern könn­ten.

Ulrike Dökel und das Zollhaus Team

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung OK